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Ein Treffen unter Kollegen

Kollegen, treffen, Freunde

Die Pandemie hat uns zahlreiche zu Homeoffice-Zombies gemacht, die Ihr Leben damit verbringen zu Hause im Schlafanzug umher zu wandeln. Wir haben bereits einen Artikel in der Rubrik Satire hierüber veröffentlicht.

Jetzt durften wir uns endlich gemeinsam wiedersehen. Unser Kollegium hat sich in der „Cafe & Bar Celona“ in Nürnberg für einen gemeinsamen Spätnachmittag zusammengefunden. Wir freuten uns auf leckeres Essen, interessante Gespräche und einfach darauf den anderen Kollegen wieder Face to Face gegenübersitzen zu dürfen, ohne eine Hand für ein Telefonat zu missbrauchen.
Ich selbst kann mich immer noch nicht daran gewöhnen beim Einkehren in eine Bar oder Restaurant meinen Impfpass inklusive Ausweis vorzeigen zu müssen. Es fühlt sich für mich manchmal an, als wäre am Flughafen. Kontrollen für den Einlass. Dabei möchte ich nicht die Sonne eines fernen Landes genießen, sondern einfach nur ein Abendessen auf den Tisch gestellt bekommen. Vielleicht sogar inklusive Vorspeise.

Ich verstehe viele der Maßnahmen sowieso nicht. Es handelt sich natürlich um einen geschlossenen Raum, in welchem Aerosole ausgestoßen werden. Und ja, ich halte mich in diesem geschlossenen Raum länger auf und kann deswegen auch mehr ausatmen. Gleiches erlebe ich aber bei verschiedenen Fachärzten, welche unmenschliche Wartezeiten selbst mit Termin haben. Aber wahrscheinlich ist das Virus hier dann aus Angst vor „Sterilium“ und Co. nicht mehr vertreten. Es macht auch keinen Sinn, in sein eigenes Verderben zu gehen.

Als wir endlich alle am Tisch saßen, packte der eine oder andere noch seinen Ausweis wieder ein. Geschafft! Die erste Hürde ist getan! Jetzt geht es darum, das passende Abendessen zu finden. Die Streber unter uns haben bereits im Voraus die Onlinekarte gesichtet und sich bereits ein leckeres Mahl herausgesucht. Dies hielt sie trotzdem nicht davon ab, die Speisekarte auf dem Tisch mit der Onlineversion zu vergleichen. Vielleicht wurde eine Spezialität übersehen.
Erste Runde der Bestellungen: Getränke
Schnell merkt man, dass fast alle mit ihrem fahrbaren Untersatz gekommen sind. Die Bestellung von Spezi überwog massiv dem Alkohol. „Essen können wir auch gleich bestellen!“, ertönte es aus einer Ecke. Der Kopf, von dem diese Aussage kam, ging zu allen in die Runde. „Oder müsst Ihr noch schauen?“ Schüttelnde Köpfe signalisierten, dass alle bereits gewählt haben. Hierbei gingen die Finger nicht von der Speise, die den Abend verschlungen werden soll, denn was wäre schlimmer, als jetzt zu vergessen, was man bestellen will?
Ich selbst fügte mich dieser Handlung hinzu. Zum einen, weil ich als Vorbild für das Vergessen vorausgehen würde. Aber auch, weil das Restaurant viele mexikanische Gerichte aufweist, welch ich nicht einmal aussprechen kann. Die Beschreibung, was genau in diesen Gerichten enthalten ist, war meine Rettung.
„Einmal das hier“, sagte ich und drehte die Karte inklusive meines Fingers um. Der Bedienung eine schöne Vorlage zu geben, weil der Dorftrottel den Namen der Bestellung nicht aussprechen kann? Nicht mit mir!

Erstaunlich schnell haben wir unser Essen erhalten und konnten sofort loslegen. Ich fühlte mich so, als hätte ich den ganzen Tag nichts gegessen, deswegen habe ich mich auch dafür entschieden eher zuzuhören und mir Gabel für Gabel in den Mund zu stecken, als mich an den Gesprächen zu beteiligen.
Ab und zu erreichte mich ein Witz, der echt lustig war und ich hatte zu kämpfen nicht meinen wunderbaren Burger aus dem Mund zu „lachen“.
Ja, Ihr lest richtig, ich habe mir einen Burger bestellt. Von allen kulinarischen Vielfältigkeiten, die mir bei mexikanischem Essen zur Verfügung standen, habe ich mich für einen Burger entschieden. Und auch sonst tanze ich ganz gerne aus der Reihe.

Leider sind wir nach dem Speisen schnell aufgebrochen, weil meine Kollegen auch noch einen weiteren Weg nach Hause hatten. Es war schön alle wieder einmal am Tisch sitzen zu haben, auch wenn einer aufgrund Krankheit ungünstigerweise gefehlt hat.
Wir verabschiedeten uns mit den typischen Floskeln, dass wir das bald wiederholen müssen. Ja, wir sollten so ein Treffen jeden Monat durchziehen. Irgendwie macht man das aber so gut wie nie oder auch viel zu selten.

Danke für den wundervollen Abend!

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